Archiv nach Kategorie "Menschen"

Scheiss Schnee

Veröffentlicht in Kunst, Menschen, Musik mit Tags , , , , , am März 25, 2008 von celequickarts

Ostern ist vorbei, es fällt noch ein wenig Schnee, es liegt noch wesentlich mehr Schnee, meine Nase ist tomatenrot und mein Hirn Brei.
Es ist einer dieser großartigen Tage, an denen man sich fühlt als wäre eine Bratkartoffel mit einem höheren IQ ausgestattet als man selbst und trotzdem schubweise die besten Ideen hat.
Wieso zur Hölle muss man sich eigentlich schwammig fühlen um genial zu sein?
Is es derselbe Effekt den Absynth auf Van Gogh hatte?
Ich meine abgesehen von der Tatsache das ich Van Gogh eigentlich nicht für genial halte, aber er ist der erste aus der Riege der mir einfällt.
Würde, tränke ich nun den Bayleys auf dem Fensterbrett auch noch, ich ein neuer Mozart werden?
Oder einfach nur die Nachhilfestunde lallend verbringen?
Fragen über Fragen.
Ich könnte es im Selbsttest herausfinden, aber vielleicht erst nach dem Unterricht.
Etwas anderes bleibt mir ja auch nicht übrig, denn weggehen kann ich sowieso nicht.
Ich kann nur daheim sitzen, mir Final Fantasy Musikvideos zu Liedern von t.A.T.U. ansehen und mir denken: Fuck. Du mich auch.
Aber wieso dann diese spontanen genialen Ideen?
Bildbearbeitungen gingen nie leichter, Rythmen kamen selten tanzbarer.
Ist es die Überdosis Langeweile? Oder tatsächlich nur die veränderte Wahrnehmung, beruhend auf Nikotin, all jenen merkwürdigen Substanzen eines Hustensaftes (nicht zuletzt Anis, der ja auch im Absynth ist) und Kaffee? Und verstopften Nebenhöhlen.
Einziges Manko: Singen geht schlechter mit verstopfter Nase.
Ausserdem ist meine Laune angegriffen, also sind alle Outputs per se etwas auf der düsteren Seite.
Aber das trägt ja sowieso nur zum Image bei.
Wenn nur der scheiss Schnee verschwinden würde. Verdammt es ist März!
Dann wäre ich nicht krank, könnte mir meine Kreativität per Ramazotti ergaunern und die Stimme wäre auf dem üblichen mittelmäßigen Stand…
Naja

Was tun mit langen Tagen?

Veröffentlicht in Menschen mit Tags , , , , am März 14, 2008 von celequickarts

Die Myspacenachrichten sind beantwortet, das Schreibtrainingprogram nervt nur noch und die Kaffeekonserven sind aufgebraucht.
Ein Telefon und eine nichtarbeitende Person wären ein Geschenk Gottes, aber ich bin ja die letzte Schülerin unter meinen Freunden, also fällt das auch flach.
Erst einmal gute Musik auflegen.
Dann überprüfen, was die kreativen Basteleien an Nachholarbeit erfordern.
Ist die Website aktuell, sollte noch eine Toplist zwecks Besucherwerbung eingestellt werden?
Bringt eh nichts.
Sind aktuelle Zeichnungen oben?
Die sind nicht auf dem Schulcomputer…
Ist Myspace aktualisiert? Schon zehnmal.
Ok bleibt nur noch das Blog.
Als Beschäftigungstherapie quasi.
Sobald ich das Wort sex oder Nutten einstelle, wird die Seite zwar nicht mehr aufgerufen (Nicht über diesen PC) aber ansonsten funktioniert alles, ich benötige keine Dateien von meinem HeimPC und es gibt immer noch einen Unsinn der mir einfällt.
Dann stocke ich.
Schon wieder bloggen?
Ich könnte neue Liedtexte schreiben, etwas Zeichnen… IRGENDETWAS.
Aber nein, der Schultag, bzw vor allem das Aufstehen vertrieb all meine Kreativität und lies nur jenes letzte bisschen, das mir erlaubt eine Art Tagebuch zu führen.
Immerhin, vierlleicht amüsiert es ja die einzige Person ausser mir, die es tatsächlich liest…
Also diene ich schon nicht mehr nur dem Selbstzweck.
Eine zufriedenstellende Tatsache, oder Einbildung, aber damit kann ich leben.
Also ist dieser lange Tag nicht mehr ganz so lang.
Ich habe so getan als sei ich kreativ und hätte etwas zu sagen und das befriedigt mein Ego.
Nein so schlimm steht es ncoh nciht.
Vielleicht entziehen mir auch nur Abilernprogramme und Stress meine Fähigkeit mich auf Musik und Kunst zu konzentrieren.
Die Folge wäre, dass, sollte ich endlcih ausziehen, ich instantAuthorenStar werden sollte.
Nun ja ich zweifle noch etwas.
Es finden sich sicher neue Nebensächlichkeiten um mich abzulenken.
Wieso lassen wir uns so schnell ablenken?
Es ist ja nicht so als kenne ich dieses Problem nur von mir…
Vielleicht ist es ein wichtiger Urinstinkt des Menschen.
Vielleicht erfüllen kleinere Erfolge bei leichten Aufgaben den Zweck uns optimistisch zu halten, während wir bei unseren Träumen nur versagen würden.
Ich zweifle auch hieran noch etwas.
Aber es ist ja ein langer Tag und lange Tage sind dazu da sich unsinnige gedanken zu machen, Entschlüsse zu fällen und wieder zu verwerfen.

Marzipanschmetterlinge

Veröffentlicht in Menschen mit Tags , , , , am März 5, 2008 von celequickarts

Ein absolutes Hoch im Kopf.
Und das obwohl draussen definitiv ein Tief herrscht. Mit Schnee und Wolken und allem.
Was könnte besser sein?
Erster Part der Abitursprüfungen: Geschafft.
Fürsorglichen, attraktiven Freund geangelt: Geschafft.
Endlich einnen neuen Song für Myspace geschrieben: Geschafft.
Gibt nur ein paar klitzekleine Haken.
A) Mein Kopf ist vollkommen leer, es herrscht quasi totale Konzentrationsunfähigkeit.
B) Verliebtsein ist bescheuert: Wer rennt schon gerne den ganzen Tag mehr oder minder gegen Laternenpfeiler, nur weil sein Magen und sein Gehirn eine graubraungelbe, semige Einheitsmasse m it kleinen rosa Krümmeln sind???
Nein ernsthaft, das geht doch gar nicht.
Ein Ausgleich durch Zigaretten und Kaffee ist aus Rücksichtnahme auf die Ursache nur bedingt möglich.
Was es nicht leichter macht.
All diese Kinderbücher über das Verlieben sind eine Lüge.
Das klappt vielleicht, wenn man in den unteren Klassen ist und keine wichtigen Klausuren und Lebensveränderungen vor sich hat, dass man den ganzen Tag an rosa-blaugeblümte Lämmchen denkt, aber spätestens ab dem sechzehnten Lebensjahr, merkt man die Einschränkungen der regulären Grundfunktionen des Körpers doch deutlich.
Und nun gab es heute Morgen Brownies.
Ich war ja aus gesundheitlichen und geschmacklichen Gründen auf Joghurt übergegangen, aber ab und an fällt auch mal was andres an.
Wir addieren also Zucker zu Zucker.
Die Masse im Magen wird noch etwas zäher und man könnte nun sicher Lollies daraus drehen oder sie karamelisieren und Werther’s Original nachmachen.
Mir wird schlecht.
Ahja, mein Liebling, falls du das liest: Ich bereue trotzdem nichts!

Sich selber googeln…

Veröffentlicht in Konsum, Kultur, Menschen mit Tags , , , , , am Februar 27, 2008 von celequickarts

Habe mich grad mal selbst gegoogelt.
So etwas ist immer wieder für eine Überraschung gut.
Mein Blog unter dem Stichwort „celequickarts wordpress“ ergab einen Fremdlink:
http://www.deutscheblogcharts.com/newcomer/archiv/newcomer_ausgabe_55_vom_24_2_2008.html
(Platz 231).
Stichwort „Cele“:
Meine Myspace Seite auf Platz 3, Meine Homepage auf der 1. Seite.
Unter „Larissa Pychlau“ bei Google:
01. Schulprojekt (meine 5.)
02. Schulprojekt (meine 5.)
03. Künstlerportrait http://www.mindbreed.de/show_artikel.php?id=102
04. Schulprojekt (meine 12.)
05. Schulprojekt (meine 12.)
06. Link im Arbeitsfeld meines Vaters
07. Myspace Seite eines Künstlers mit dem ich zusammen etwas gemacht habe http://blog.myspace.com/agitatedradiopilot
08. Entfernte Verwandte
09. Entfernte Verwandte
10. Entfernte Verwandte
Ich würde sagen, ich bin nicht schlecht im Rennen.
Da frage ich mich doch: Wie kommen nur armseelige 300 Besucher auf meine Website??? Ganz zu schweigen davon, dass ich da ja auch reinzähle.
Bin ich nicht präsent genug im Web 2.0?
Wieso tauchte mein Youtube account nicht auf?
Was ist mit der Teilnahme an anderen Projekten?
werde ich nun doch nicht berühmt?
Mist!

Warum Gewalt Zeichen gegenseitiger Liebe ist:

Veröffentlicht in Menschen mit Tags , , , , , , am Februar 25, 2008 von celequickarts

Was sich neckt, das liebt sich.
Ok. Es ist vermutlich nicht die Schmetterlinge-im-Bauch-Herzchen-Augen-Liebe, aber doch zumindest die Möglichkeit von Zuneigung.
Ich meine der Typ dahinten im Cafe ist ein fettes Aas, dass die Kellnerin zum dritten Mal anschnauzt, irgendwie sabbernd wirkt und gerade mein gesammtes Ekel-Hass-Gefühl in Anspruch nimmt, ich würde ihm jedoch keine reinhauen wollen.
Ganz einfach, weil ich Angst hätte, meine Hand bliebe in einer Mischung aus Fett und Schweiss stecken.
Oder ich könnte mich am Widerlichkeitsfaktor anstecken.
Nein Berührungen mit solcherlei Menschen sind zu vermeiden.
Ich hatte auch nie das Bedürfnis Condoleezza Rice eine zu knallen. Schusswaffen vielleicht. Da kommt kein Kontakt zu stande.
Folglich haben Rassisten nichts gegen Ausländer.
Fänden sie diese nur halb so abstossend, wie sie behaupten, würden sie nicht regelmäßig in deren Arme fallen. (zugegebenermaßen meistens mit dem Ergebnis, dass einer ‘ne blutige Nase hat).
Nein, das Problem des Rassisten oder prügelnden Vaters, sind weder Maximalpigmentierte noch der Sohn.
Das Problem lag vielleicht bei den Eltern, oder der Arbeit.
Misserfolg, Frustration, Demotivierung, Hass.
Das Gefühl der Zug sei abgefahren, die Zeit rausche an einem vorbei wie im Traum und nur körperlicher Kontakt, physische Reize könnten noch Halt geben.
Frustriert wie einer ist, ist er jedoch auch sensibel, reagiert über, hört Vorwürfe, die er höchstens selbst gegen sich erhebt.
Also schlägt er zu, statt abzuknutschen.
Der beste Beweis, dass meine Theorie durchaus ab und an zutrifft sind Antifa und Rassisten.
Beide würden sich prima verstehen – prinzipiell.
Beide kloppen am liebsten auf Minderheiten ein, erlauben keine politische Meinung ausser der ihren und sind Arschlöcher.
Es heisst nicht umsonst, jemand sei so links, dass er rechts wieder rauskäme.

Frühling, ja du bist’s!

Veröffentlicht in Menschen mit Tags , , , , , , , am Februar 25, 2008 von celequickarts

Es ist Februar, recht warm.
Gestern hatte es noch 15°C!
Das bewegt einige meiner Mitbürger zu nicht wirklich überraschender Extrovertiertheit.
Und mich, ein altbekanntes Mörike-Gedicht zu zitieren:
„Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte“
Nebenbei auch die braun, orange geblümten Röcke einiger Damen und enthült bestenfalls presswurstpellenartige Leggins (bestenfalls schwarz).
Wer sich’s leisten kann geht als Toastbrot. Nicht blau meist violett, gold gestylt.
Und der Weihnachtsschmuck, dient all jenen bei denen das Solarium den Geldbeutel leerte nun als Ohrring-Ersatz.
„Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land“
Ich ahne allerdings nur Bratwurst und McDoof.
Ausschlaggebend dafür das besagte Leggins eben presswurstpellenartig wirkt.
Es scheint die Deutschen sind duldsam.
Der Partner darf ruhig fett werden. Es zählen doch sowieso die inneren Werte.
Wer innerlich schön ist, gleicht trotz aller optisch konträren Argumente einer Blume.
„Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!“
Und das Handy meines Bahnnachbarn.
Liebenswürdig wie der Kleine so zu sein scheint, informiert er mich gratis über das Neueste in Sachen Hiphop.
Sagte nicht schon Holmes, dass überflüssige Information nur den Platz für Wichtigeres verbrauche?
Der kleine, den ich im ersten Moment noch bemitleidete, ob seiner Stummelbeinchen, bis mein Blick höher wanderte und unfreiwillig Zeuge einer blau karierten Unterhose wurde strahlt mich an.
So klein ist er eigentlich nicht.
Vielleicht zwei Jahre jünger als ich und zwanzig Zentimeter größer.
Seine Nase ist von einem Pflaster bedeckt, wie ich es nur von Schlägern kenne, aber ein so netter Bursche schlägt sich sicher nicht.
Er ist ein ehrenwerter Mann. Das sind sie alle, alle ehrenswert!
Die Bahntüren öffnen sich und eine weitere Brise Bratwurst-Burger-Channel-Luft kitzelt meine Nase.
„Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!“

Blut Gehirn Massaker

Veröffentlicht in Filme, Literatur, Menschen mit Tags , , , , , , , , , , , , , , , , am Februar 23, 2008 von celequickarts

Wieso sehen sich Menschen Filme an, in denen ihresgleichen gefoltert, zerlegt und anschliessend zur Schau gestellt wird?
Man stelle sich nur einmal Kater Tommi dabei vor, wie er die überfahrene Nachbarskatze mit zufriedenem Schnurren begafft.
Nein ein unpassender Vergleich. Das Video, dass das Überfahren von Nachbars Katze zeigt. Die selbstredend noch lebt.
Aber da Katzen in ihrer Klugheit erkennen, dass Bildschirme keine lebenden Wesen zeigen, interessieren sie sich nicht für jene und schauen weg.
Wir schauen hin.
Johlen, wenn das MG ordentlich abgeht und wenn dann noch die Claymoore Mine Urwald UND feindliche Armee (Stichwort schlitzäugige Komunisten-Militär-Junta, Stichwort Rambo) gleichzeitig zerfetzt, werden schon einige Äuglein feucht.
Es ist wohl weniger der Gedanke an den morgigen Amoklauf, oder die heissersehnte Rache an dem Flittchen, dass dreister Weise unsere große, einzige, unwiderbringliche Liebe zuerst ergatterte.
Es ist viel mehr die allgemeine Freude daran, dass jemand genau das tut, was wir uns beschämender Weise beim Anblick der letzten, zukünftigen Altersvorsorge überlegten.
Ob Hannibal oder Jigsaw: Killer mit Intellekt sind in.
Sie kleiden sich gut, haben Oscar Wilde gelesen oder zumindest Sartre und konsequenterweise geschlossen, dass die heutige Gesellschaft keinem Ideal mehr gerecht wird und dies nicht einmal durch grundlegende Tugenden ausgleichen kann und folgerichtig dafür bestraft werden muss.
Wir fleischlichen Zuschauer (und Leser), mehrheitlich teil der beschriebenen Gesellschaft und mehrheitlich tugendbefreit können, dürfen und sollten lieber von solcherlei Plänen absehen, zumal die wenigsten den IQ besäßen das Happy End (für den charmanten Intellektuellen mit Hang zum Sadismus) zu erreichen und bestenfalls noch die schnike Polizistin mit erlesenem Dinner und anschliessendem Nachtisch zu verwöhnen.
Nein die Gewaltbereitschaft fördern solche Filme nicht.
Entweder sie ist sowieso schon vorhanden oder sie ist es nicht.
Langweilige Dialoge, in richtigem Maß gesetzt ersticken sowieso geschickt den Wunsch sich in den Film hineinzuversetzen im Keim.
Wer seine gepflegte Aggression angestachelt sehen möchte, sollte lieber um halb eins an eine Stadtkernnahe Tankstelle gehen, als sich Saw 4 anzusehen oder Der Rote Drache zu lesen.
Letzteres ist sowieso eher Motivationslektüre für Blake-Liebhaber.
Es ist vielmehr die Erkenntnis, dass Genies unter uns weilen, die mit der Präzision eines Schweizer Uhrendesigners Folterwerkzeuge herzustellen vermögen und mit der Belesenheit eines Parts des bekanntesten Quartets Deutschlands zubeissen.
Und durchkommen.
Zumindest meistens.
Es ist die Erkenntnis das klassische Bildung und ein solides Maß an Lebensweisheit immer noch zum Guten führen. (Stichwort Dinner mit schniker Polizistin)

Die Breite Masse

Veröffentlicht in Menschen mit Tags , , , , , , , , am Februar 22, 2008 von celequickarts

Es ist Freitag Morgen: 7:45.
Zusammengefasst fühle ich mich in dieser Minute:
Müde, schlapp, leicht überfordert.
Aktuellen Essays nach, gehöre ich damit einer großen Gruppe schulsystem-frustrierter Gymnasiasten an.
Ausserdem schreibe ich ein Blog.
Was mich einer noch größeren Gruppe junger Frauen und Mädchen zuordnet, die selbstbewusst mit Medien arbeiten und freizügig Partikel ihrer Idenität über das omnipotente Web 2.0 verteilen.
Selbstbewusst, aber frustriert und ausserdem vielbeschäftigt wie ich vorgebe zu sein, bin ich selbstredend, die Klischees erfüllend Single.
Dank der großartigen Individualisierung der letzten 20-40 Jahre, sind wir heute so einfach in Schubladen einzuordnen – Spiegel Focus und Harald Schmidt beweisen es.
Die Frage ist: Was machen mit dem neuen , vorhersehbaren Individualisierung?
Wünschen wir Abgrenzung von der vorigen Generation, haben wir sowieso verloren.
Unsere Eltern sind aufgeklärt worden: Sie kennen die Risiken von Kondom und Pille, geben ihre Unterschrift zum Piercing und nehmen Leistungsabnahme mit motivierenden Sprüchen einfach hin.
Wünschen wir Anerkennung, müssen wir verstehen, wie die Gruppe funktioniert:
Es gibt Aussenseiter, Mitläufer und Trendsetter.
Aussenseiter sind die Subgruppenangehörigen, auf den ersten Blick anders, auf den zweiten dennoch zugehörig.
Es gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel.
Mitläufer wandeln sich, wenn sich alle wandeln.
Sind, was alle sind.
Trendsetter sind vorweg oder zumindest so verdammt schnell, dass man dies meint.
Der Aussenseiter sammelt Punkte durch den Grad seiner Extremität.
Der Mitläufer sammelt kaum welche. Er punktet höchstens durch soziale Fähigkeiten und Perfektion.
Der Trendsetter ist sozial, aber arrogant, perfekt aber so schnell, dass er Gefahr läuft Aussenseiter zu sein und dann ist er nicht mehr extrem genug.
Wir haben es schwer, sind frustriert aber selbstbewusst genug dies zuzugeben.
Würden wir jedoch Geld über dieses Punktesystem verdienen, wären die meisten von uns ander vielbesprochenen, finanziellen Armutsgrenze.
So sind sie es nur geistig.
Das System erfordert derart viel Aufmerksamkeit, dass für die klassische Bildung keine verbleibt.
Und hier verlieren wir Punkte an die vergangene Generation.
Aber immerhin dürfen wir uns dann selbstzufrieden sagen:
Es sind doch die interessierten, sozialen Alt-68er, die uns jetzt Levis-Jeans und Channel-Perfum verkaufen…