Hat man das Abitur beendet, ist das so etwas wie die offizielle Bestätigung, dass man erwachsen ist/zu sein hat.
Das ist nett, hat aber Nebeneffekte:
Der nun anerkannter Weise „reife“ Mensch ist zum ersten Mal in seinem Leben aufgabenbefreit. (Ausgenommen seien jene, die schon seit der 7. jobben und das irgendwie mit ihrer Lernerei vereinen konnten)
Keine Schule, keine Arbeit, nicht einmal Ferien.
Was tut also der eifrige Noch-Nicht-Student?
Er sucht sich nen Job, ne Bleibe und neue Möbel.
Und wenn man alles hat?
Dann hat man Glück gehabt!
Man kann Party machen bis fünf, geht um zwei arbeiten und hat endlich einmal Zeit, all das in Angriff zu nehmen, wozu man nie kam.
Kunst, Bücher, Papierkram, Ordnung, Freunde…
Ich bin ein Listenmensch.
Alles was ich mir vornehme, schreibe ich auf Listen, die ich in Postkartenbeklebte Bücher klebe und dann abhake.
Es klingt albern, aber es hilft.
Nach und nach sehen dann Zimmer und Leben so aus wie man es sich grob vor zwei Jahren vorstellte, als man noch davon träumte mit der Schule fertig zu sein.
Es ist ein wundervolles Gefühl hat man eine Idee, und kann sich im selben Augenblick daran machen, dieselbe umzusetzen.
Man sollte jeden „langweiligen“ Nachmittag dazu nutzen, irgenbdetwas zu ordnen!