Das Abitur und die Arbeitslosigkeit
9.01.
Freitag. Gefühlter Samstag.
Es ist erstaunlich wie schnell man das Gefühl hat, nicht mehr arbeiten zu können.
Ein Grund warum mein Kumpel und ich gestern Abend apathisch nebeneinander saßen und per 2-Finger-Tippen Parties für heute und morgen suchten.
Nebenbei recht erfolglos.
Im Raum B-W scheint es keine niveauvollen Grufti-Parties zu geben. Ich weiss nicht ob das anderswo besser ist.
Es tut auch nichts zur Sache.
Jedenfalls sitze ich nun hier – Eigentlich im Physik-Unterricht – und mein Kumpel im Büro und zumindest ich frage mich einmal mehr: Wozu?
Ist es das Abi im Vergleich zum Real-Schulabschluss wirklich wert, noch einmal 3 Jahre mehr durchzuhalten?
Gut, man kann studieren – Inzwischen sogar wirklich alles.
Bedeutet, man hat später vielleicht ein höheres Einkommen – Vorausgesetzt man hat eine Arbeit.
Ca 15 Schüler sitzen hier. Wieviele werden überhaupt später einen Job haben?
8? oder 12?
Und die anderen?
Sie werden umsonst 13 Jahre ihres Lebens dem Schulsystem geopfert haben.
Werden sich umsonst den vernichtenden Kommentaren mancher Lehrkräfte unterworfen haben.
So viele Migränegeplagte Morgende…
Oder ist vielleicht schon die Bildung allein der Zweck?
Ist allein schon die Möglichkeit ein solides Grundwissen von Mathematik bis Literatur anzusammeln wert, sich 13 Jahre lang jeden Morgen zusammenzuraufen?
Aber wer glaubt denn heute noch ein Abitur zertifiziere Bildung?
Wieviele Abiturienten sind mir schon untergekommen, die weder Anfangs- noch Enddatum des 2. Weltkriegs benennen konnten?
Also was ist das Abi wert?
Es garantiert weder Job noch Bildung, kostet Zeit Nerven und Selbstbewusstsein…
Gedanken an einem Freitag-Morgen, nach vier Leistungskurs-Klausuren und noch mehr Pauken…