Warum Gewalt Zeichen gegenseitiger Liebe ist:

Was sich neckt, das liebt sich.
Ok. Es ist vermutlich nicht die Schmetterlinge-im-Bauch-Herzchen-Augen-Liebe, aber doch zumindest die Möglichkeit von Zuneigung.
Ich meine der Typ dahinten im Cafe ist ein fettes Aas, dass die Kellnerin zum dritten Mal anschnauzt, irgendwie sabbernd wirkt und gerade mein gesammtes Ekel-Hass-Gefühl in Anspruch nimmt, ich würde ihm jedoch keine reinhauen wollen.
Ganz einfach, weil ich Angst hätte, meine Hand bliebe in einer Mischung aus Fett und Schweiss stecken.
Oder ich könnte mich am Widerlichkeitsfaktor anstecken.
Nein Berührungen mit solcherlei Menschen sind zu vermeiden.
Ich hatte auch nie das Bedürfnis Condoleezza Rice eine zu knallen. Schusswaffen vielleicht. Da kommt kein Kontakt zu stande.
Folglich haben Rassisten nichts gegen Ausländer.
Fänden sie diese nur halb so abstossend, wie sie behaupten, würden sie nicht regelmäßig in deren Arme fallen. (zugegebenermaßen meistens mit dem Ergebnis, dass einer ‘ne blutige Nase hat).
Nein, das Problem des Rassisten oder prügelnden Vaters, sind weder Maximalpigmentierte noch der Sohn.
Das Problem lag vielleicht bei den Eltern, oder der Arbeit.
Misserfolg, Frustration, Demotivierung, Hass.
Das Gefühl der Zug sei abgefahren, die Zeit rausche an einem vorbei wie im Traum und nur körperlicher Kontakt, physische Reize könnten noch Halt geben.
Frustriert wie einer ist, ist er jedoch auch sensibel, reagiert über, hört Vorwürfe, die er höchstens selbst gegen sich erhebt.
Also schlägt er zu, statt abzuknutschen.
Der beste Beweis, dass meine Theorie durchaus ab und an zutrifft sind Antifa und Rassisten.
Beide würden sich prima verstehen – prinzipiell.
Beide kloppen am liebsten auf Minderheiten ein, erlauben keine politische Meinung ausser der ihren und sind Arschlöcher.
Es heisst nicht umsonst, jemand sei so links, dass er rechts wieder rauskäme.

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